Präventions-Checks

Sinnvoll sind bildgebende Früherkennungskonzepte bei Tumoren, die häufig vorkommen und zudem vergleichsweise langsam wachsen. In erster Linie gehören hierzu der Brustkrebs bei Frauen und der Prostatakrebs bei Männern, der Dickdarmkrebs und der Lungenkrebs. Entsprechende Untersuchungen können separat oder aber auch in Form eines sog. Ganzkörper-Checks erfolgen.

Aber auch im Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen gilt es, frühzeitig pathologische Veränderungen zu erkennen, um darauf richtig reagieren zu können. Dies betrifft die Gefäßdiagnostik und die Früherkennung von Veränderungen am Herzen.

Ein spezielles Thema für Frauen ist darüber hinaus die Messung der Knochendichte, um eine sich anbahnende Osteoporose früh zu erkennen und ggf. zu therapieren.

Die Ärzte der Praxis für Moderne Schnittbild Diagnostik informieren Sie gern über die Möglichkeiten und Grenzen einer sinnvollen Prävention – von der Knochendichtemessung bis hin zum Ganzkörper-Check.

  • Ganzkörper-Check

    Der Wunsch des Menschen, allen bedrohlichen Dingen in seinem Leben zuverlässig aus dem Wege gehen zu können, bleibt eine Utopie. Und auch durch einen Ganzkörper-Check lassen sich nicht alle Erkrankungen und bedrohlichen Umstände frühzeitig erkennen und vermeiden. Aber: Die wichtigsten Organe im Bereich des Brustkorbes, des Bauchraumes und des Beckens können heutzutage in einem 3-stufigen Untersuchungsprotokoll innerhalb eines Zeitraumes von knapp 60 Minuten komplett erfasst und dargestellt werden. Bei diesem Check können durch den kombinierten Einsatz von CT und MRT entzündliche und tumoröse Veränderungen im Bereich der Lunge, der Oberbauchorgane (u.a. Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz), des sog. Retroperitonealraumes (Nieren) und des Beckens in einem frühen Stadium erfasst und charakterisiert werden.

    Die beste Prävention erfolgt sicherlich in Form einer gesunden Lebensführung. Dies beinhaltet Bewegung, hochwertige Ernährung und eine mentale Balance. Und auch dies ist zu bedenken: Der Ganzkörper-Check ersetzt nicht die notwendigen gynäkologischen oder urologischen Vorsorgeuntersuchungen oder die gezielte Abklärung von eventuellen Symptomen.

  • Brust-Check

    In Deutschland erkranken jährlich etwa 50.000 Frauen an Brustkrebs. Statistisch bedeutet dies, dass jede 10. Frau irgendwann in ihrem Leben hiervon betroffen ist oder sein wird. Trotz Verbesserungen auf dem Gebiet der Brustkrebsbehandlung haben solche Frauen die besten Überlebens-Chancen, bei denen diese Erkrankung früh erkannt wird. Besonders gut ist die Prognose, wenn sich der Krebs noch im Milchgang befindet oder aber – sofern er den Milchgang verlassen hat – noch unter 1cm klein ist. In diesen Fällen sprechen wir von Früherkennung.

    Die Kombination aus digitaler Mammographie und ergänzender Kernspintomographie der Brust (Mamma MRT) stellte viele Jahre das sicherste und zugleich schonendste Verfahren zur Früherkennung von Brustkrebs dar. Diese von den Ärzten des Göttinger Brustzentrums kreierte „Göttinger Optipack“-Konzept“ erlaubte die Darstellung selbst kleinster Brustkrebsformen etwa 2-3 Jahre, bevor der Krebs zu einer tastbaren Knotenbildung führen kann. Neue Daten zeigen inzwischen, dass eine qualitativ hochwertige Mamma-MRT bei unauffälligem Befund sogar den zusätzlichen Einsatz der Mammographie entbehrlich machen kann (EVA-Studie 2010). Dies bedeutet die frühzeitige Entdeckung von Brustkrebs ab 4-5mm Größe ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen. Ein zukunftsweisendes Konzept.

    Und ab wann ist Brustkrebsfrüherkennung sinnvoll? Bisherige Daten belegen, dass für Frauen mit normalem Erkrankungsrisiko ab dem 40. Lebensjahr Untersuchungen in Intervallen von 1½ – 2 Jahren effektiv sind. Frauen mit einem definierten Hochrisikoprofil sollten ab dem 25. Lebensjahr jährlich untersucht werden.

    Und noch etwas: Brustkrebs ist ein vergleichsweise langsam wachsender Tumor. Man kann davon ausgehen, dass sich ein Tumorknoten innerhalb eines Kalenderjahres etwa verdoppelt. Bei konsequenter jährlicher Früherkennung ist daher die Wahrscheinlichkeit, Brustkrebs in einer Größenordnung unter 1cm zu erkennen, sehr groß. In diesem Stadium liegt sehr häufig noch kein Befall von Lymphknoten oder anderen Organen vor. Tastbare Tumorknoten, die durchschnittlich 2-3cm Größe aufweisen, haben im Gegensatz hierzu bereits in einem deutlich höheren Maße gestreut.

    Bei der Früherkennung von Brustkrebs müssen alle Komponenten der Diagnostik stimmen. Hierzu gehören moderne Untersuchungsgeräte, motivierte und erfahrene MTRA und kompetente Ärzte. Die Qualität der Früherkennung reduziert sich drastisch, wenn einer dieser drei Aspekte Mängel aufweist.

    Für weitere Informationen gehen Sie auf die Homepage des Diagnostischen Brustzentrums Göttingen (www.brustzentrum-goettingen.de) oder wenden Sie sich an das Team der Praxis für moderne Schnittbild-Diagnostik. Sie erhalten dort weiteres Informationsmaterial und Antworten auf Ihre Fragen.

  • Prostata-Check

    Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes. In der Gruppe der an Krebs verstorbenen Männer ist er für etwa zehn Prozent der Todesfälle verantwortlich. Prostatakarzinome stellen damit die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung nach Lungen- und Darmkrebs dar. Zur Früherkennung dieser Erkrankung gibt es eine Palette an sinnvollen Untersuchungsverfahren. Diese reicht vom Abtasten der Prostata über die Bestimmung geeigneter Laborparameter (PSA, PCA3) bis hin zu bildgebenden Verfahren wie Ultraschall und MRT. Männer zwischen dem 40ten und 50ten Lebensjahr sollten sich zu dieser Thematik der Prävention von ihrem Urologen beraten und entsprechende Untersuchungen durchführen lassen.

    in den letzten Jahren hat gerade das Prostata-MRT in seiner Bedeutung deutlich zugenommen, da die Aussagekraft durch die Entwicklung neuer Untersuchungskonzepte (dynamische KM-Untersuchungen, DWI-Messungen) deutlich gesteigert werden konnte. Zudem besteht inzwischen die Möglichkeit, die Bildgebung von Ultraschall und MRT in einem Bild zu fusionieren, so dass auf diese Weise Auffälligkeiten in der MRT ultraschallgesteuert biopsiert werden können. Ein solches „Fusion-System“ kommt in der Praxis für Moderne Schnittbild Diagnostik in der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen dem Urologen Dr. H. Schorn und den Ärzten der Praxis zum Einsatz.

  • Dickdarm-Check

    Tumoren des Dickdarms stellen gegenwärtig die häufigste Krebsform dar. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 50.000 Menschen an dieser Krankheit und knapp 20.000 sterben daran. Dabei entsteht Dickdarmkrebs fast immer aus gutartigen Polypen, die heutzutage frühzeitig erkannt und entfernt werden können. Erst nach 6 bis 10 Jahren entarten solche gutartigen Polypen zum bösartigen Dickdarmkrebs. Genügend Zeit also für eine sinnvolle Früherkennung, die Ihr Leben retten kann.

    Die effektivste Früherkennung von Dickdarmkrebs ist die Darmspiegelung. Nach angemessener Reinigung des Darmes führen Gastroenterologen eine endoskopische Untersuchung des gesamten Dickdarms durch. An repräsentativen Orten können hierbei problemlos Gewebeproben entnommen und histologisch untersucht werden. Ergänzt werden kann diese Diagnostik durch eine anschließende Spiegelung von Speiseröhre und Magen sowie Zwölffingerdarm.

    Mit der MR Kolonographie und der CT Kolonographiestehen stehen inzwischen zwei Techniken zur Verfügung, die ebenfalls eine Frühdiagnostik des Darmes nach angemessener Reinigung, jedoch ohne Endoskop erlauben. Die auf diese Weise gewonnenen Daten werden mit Hilfe eines Computerprogrammes bearbeitet, so dass schließlich ein „virtueller Flug“ durch das Innere Ihres Darmes möglich ist (sog. „virtuelle MR oder CT Kolonoskopie“). Auch auf diese Weise können polypenartige Wucherungen im Darm diagnostiziert werden. Finden sich entsprechende Veränderungen, so ist natürlich eine endoskopische Abtragung der Polypen notwendig.

    Unsere Empfehlung: Gehen Sie zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr erstmalig zur Dickdarmspiegelung.

    MR oder CT Kolonographie sollten zum Einsatz kommen wenn:

    • Sie eine Darmspiegelung strikt ablehnen.
    • eine endoskopische Untersuchung bei Ihnen abgebrochen werden musste oder inkomplett war.
    • bei Ihnen Kontraindikationen für eine Darmspiegelung vorliegen.
  • Lungen-Check

    In Deutschland und den meisten Industrieländern ist das Lungenkarzinom (Lungenkrebs) der häufigste zum Tode führende bösartige Tumor; bei Männern und Frauen stellt es die dritthäufigste Krebserkrankung dar. Im europaweiten Vergleich stehen deutsche Frauen mit ihrer Erkrankungsrate fast an der Spitze. Es erkranken in Deutschland jährlich etwa 47000 Menschen an Lungenkrebs; rund 36000 Todesfälle sind auf Lungenkrebs zurückzuführen. Man unterscheidet kleinzellige von nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen; zu letztgenannten gehören die Plattenepithelkarzinome, Adenokarzinome sowie großzellige Lungenkarzinome. Wichtigster Risikofaktor für die Entstehung des Lungenkarzinoms ist das Rauchen: mehr als 90% der an Lungenkrebs erkrankten Männer und 60% der erkrankten Frauen haben über einen längeren Zeitraum geraucht. Der Zigarettenrauch enthält mindestens 250 giftige oder kanzerogene (krebserregende) Substanzen, von denen mindestens 70 nachgewiesenermaßen kanzerogen sind. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, da der eingeatmete Rauch dieselben krebserzeugenden Stoffe enthält wie der vom Raucher selbst inhalierte. Darüber hinaus ist das Rauchen auch für Krebs im Mund-, Nasen- und Rachenrauch, Leber-, Nieren-, Harnblasen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie Gebärmutterhalskrebs mitverantwortlich.

    Der Lungenkrebs hat eine ausgesprochen schlechte Prognose mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von weniger als 15%. Diese Überlebensrate ist allerdings deutlich günstiger, wenn ein Lungenkrebs in einem frühen Stadium diagnostiziert wird: Nicht-kleinzellige Lungenkarzinome im Stadium I, d.h. Tumore, die auf die Lunge begrenzt sind und keine Lymphknoten- oder Fernmetastasen gebildet haben, zeigen eine 5-Jahres-Überlebensrate von über 60%. Da diese kleinen Lungentumore jedoch meist ohne klinische Symptome einhergehen, ist eine Diagnose durch bildgebende Verfahren die einzige Möglichkeit, einen Lungenkrebs in einem solch frühen Stadium zu erkennen.

    Die helikale Computertomographie (CT) ist das Verfahren mit der höchsten Sensitivität für kleine Lungenrundherde, welche die häufigste Manifestation kleiner Lungenkarzinome darstellen. Sie kann mit erheblich reduzierter Strahlendosis als sogenannte Niedrigdosis-CT durchgeführt werden, ohne dass dies zu einer relevanten diagnostischen Einbuße führt. Große internationale Machbarkeitsstudien haben gezeigt, dass mittels Niedrigdosis-CT eine große Anzahl kleiner, asymptomatischer und operabler Lungenkarzinome diagnostiziert werden kann. Die Zahl durchgeführter Biopsien mit gutartigem Ergebnis ist demgegenüber gering. Neue Daten, welche an über 50000 US-amerikanischen Rauchern erhoben wurden, belegen darüber hinaus eine um 20% geringere Sterblichkeit von Rauchern, die jährlich mittels Niedrigdosis-CT im Rahmen eines Lungenkrebs-Screenings untersucht wurden, gegenüber Rauchern, welche lediglich konventionelle Röntgenaufnahmen erhielten. Teilnehmer dieser Studien sind üblicherweise Raucher zwischen 55 und 74 Jahren, welche etwa 30 Jahre lang eine Schachtel Zigaretten pro Tag geraucht haben (=30 „packyears“).

    In der Praxis für moderne Schnittbild-Diagnostik steht für Niedrigdosis-CT-Untersuchungen der Lunge ein moderner 16-Zeilen-Mehrschichtcomputertomograph zur Verfügung, der eine Untersuchung des kompletten Thoraxraumes mit Schichten von Submillimeterdicke innerhalb einer Atemanhaltephase ermöglicht.

  • Kardio-Check

    Herz- und Gefäßerkrankungen sind in Europa weit verbreitet und stellen die häufigste Todesursache dar. Durch die Beeinträchtigung der Herzkreislauftätigkeit kommt es, auch wenn die Erkrankung (noch) nicht lebensbedrohlich ist, oft zu starken Einschränkungen der Lebensqualität. Bei der herkömmlichen Herzkatheter-Untersuchung werden Herz und Herzkranzgefäße mit Hilfe des Röntgenverfahrens untersucht. Hierbei können krankhafte Veränderungen der Herzkranzgefäße, der Herzklappen, des Herzmuskels oder der Herzanlage (angeborene Fehler) diagnostiziert werden.

    Einen Meilenstein in der nicht-invasiven Diagnostik von Herzkrankheiten stellt seit mehreren Jahren die hochauflösende MRT dar. Sie ermöglicht in einem Untersuchungsgang die Bestimmung der Herzgröße, die Beurteilung der Herzfunktion und die Abbildung der Herzdurchblutung. Die Vorteile der MR-Kardiographie sind die fehlende Strahlenbelastung, der Verzicht auf jodhaltige Kontrastmittel und die kurze Untersuchungsdauer (Messzeit 1 Stunde, ambulante Durchführung). Zudem entfällt die Punktion der Leistenarterie. Ergänzt werden kann dieses Protokoll durch das sog. Kalk-Scoring der Herzkranzgefäße mit der Spiral-CT.

    Unabhängig vom präventiven Einsatz kann eine MR Kardio-Untersuchung sinnvoll sein, wenn einer der nachfolgenden Aspekte auf Sie zutrifft:

    • Sie haben Risikofaktoren für eine Herzerkrankung, z.B. Raucher, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte.
    • Sie haben eine familiäre Belastung durch Herzkrankheiten.
    • Sie hatten bereits einen Herzinfarkt.
    • Sie verspüren Schmerzen im Brustkorb unter Stress.

    In der Praxis für Moderne Schnittbild-Diagnostik wird die MR-Kardiographie von dem erfahrenen Kardiologen Dr. Thomas Schmidt durchgeführt, der Sie – wie auch die anderen Ärzte in der Praxis – gern über weitere Details informiert und berät.

  • Gefäß-Check

    Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko von Gefäßveränderungen in den Arterien. Kommt es hier zu Gefäßverschlüssen, so folgt daraus ein Infarkt im Versorgungsgebiet des entsprechenden Blutgefäßes. Typische Lokalisationen von arteriellen Gefäßveränderungen betreffen die Hirnversorgung (Arteria carotis), die Herzkranzgefäße, die Nierenarterien, die Körperschlagader und die Becken- und Beingefäße.

    „Vorsorge ist lästig. Ein Schlaganfall erst recht.“

    Jährlich werden etwa 150.000 Patienten wegen eines Schlaganfalls in deutschen Krankenhäusern behandelt. Etwa 60% aller Schlaganfälle sind durch Veränderungen der hirnversorgenden Gefäßeverursacht. Die MR Angiographie der hirnversorgenden Gefäße ist zuverlässig und ohne Nebenwirkungen. Sie zeigt relevante Gefäßveränderungen der Carotis, die bei der älteren Bevölkerung in 3% der Fälle vorkommen. Eine Verengung der Schlagadern, die die Nieren mit Blut versorgen (sog. Nierenarterienstenose), kann ebenfalls zu einem schweren Krankheitsbild mit stark erhöhtem Blutdruck führen. Die MRT der Nierenarterien zeigt hier entsprechende Veränderungen frühzeitig und sicher. Häufige Gefäßveränderungen der Bauch- und Beckenarterien betreffen Erweiterungen der Körperschlagader (sog. Aortenaneurysma) sowie Gefäßeinengungen im Bereich der becken- und beinversorgenden Blutgefäße. Hieraus resultieren typischerweise Beschwerden unter Belastung. Die MR Angiographie stellt bereits frühe Formen solcher Gefäßveränderungen zuverlässig dar. Neben der MRT erlaubt auch die Spiral-CT (CT Arteriographie) eine aussagekräftige Darstellung der Arterien von Brust-, Bauch- und Beckenetage bis hin zu den Arterien der Oberschenkel, Unterschenkel und Füße.

  • Osteoporose-Check

    Die Osteoporose stellt eine Skeletterkrankung dar, bei der es über eine kritische Verminderung der Knochenmasse und Störung der knöchernen Mikroarchitektur zu einer verminderten Bruchfestigkeit des Knochens kommt (WHO 1994). Sie begegnet uns im Alltag in erster Linie in Form von Wirbelkörpereinbrüchen oder Frakturen von Röhrenknochen (z.B. Schenkelhalsbruch).

    Die Ursachen der Osteoporose sind vielfältig. Prinzipiell wichtig und für die Therapie relevant ist jedoch die Unterscheidung zwischen einer primären Osteoporose und einer sekundären Osteoporose. Die primäre Osteoporose ist Folge einer Störung des komplexen Zusammenspiels von genetischen und erworbenen Ursachen. Dem Östrogenentzug in der Menopause kommt hierbei eine wichtige Bedeutung zu. Der sekundären Osteoporose liegt oft nur ein einzelner Faktor im Rahmen einer anderen Grunderkrankung (z.B. Einnahme von Kortisonpräparaten) zugrunde.

    Schätzungen gehen davon aus, dass bei Frauen etwa 50-90% aller Knochenbrüche ohne ein adäquates Unfalltrauma auf eine Osteoporose zurückzuführen sind. Für Männer liegt diese Quote bei 30-70%. Mit Blick auf die hiermit verbundenen Kosten hat die WHO die Osteoporose auf die Liste der 10 wichtigsten Erkrankungen gesetzt.

    Bis heute gibt es in Deutschland kein standardisiertes Konzept zur Früherkennung, Diagnostik und Therapie der Osteoporose. Erste Pionierarbeiten wurden in den letzten Jahren allerdings durch die „Deutsche AG Osteoporose“ geleistet, die hierzu Leitlinien erarbeitet hat. Danach stellen Knochenbrüche ohne adäquates Trauma, unbeabsichtigte Gewichtsabnahme um mehr als 10%, ein Größenverlust von mehr als 4cm und ein sog. Body-Mass-Index < 20 kg/m² definierte Risikofaktoren dar.

    Im Rahmen der bildgebenden Diagnostik stellen die Messung der Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) und ggf. die Darstellung der Brustwirbel- und Lendenwirbelsäule sinnvolle Untersuchungen dar. Im Einzelfall ist eine ergänzende Laboruntersuchung bestimmter Blutwerte indiziert. In der Praxis für moderne Schnittbilddiagnostik erfolgt die Knochendichtemessung als quantitative Kalksalzbestimung (Q-CT) mit dem Computertomographen. Ein anderes Verfahren ist die sog. DEXA-Messung, die bevorzugt von Orthopäden verwendet wird.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Team der Praxis für moderne Schnittbild-Diagnostik. Sie erhalten dort weiteres Informationsmaterial und Antworten auf Ihre Fragen.